Bella wurde als Fundtier gemeldet – unterernährt, mit Narben an den Vorderläufen und einem tiefen Misstrauen gegenüber Menschen. In den ersten Wochen verließ sie ihre Box nur nachts. Unser Team arbeitete mit festen Routinen: gleiche Bezugsperson, gleiche Uhrzeiten, keine Erwartungen.
Der Wendepunkt kam im Herbst, als Bella zum ersten Mal freiwillig eine Leine annahm. Von da an ging es in kleinen Schritten weiter – kurze Spaziergänge, dann Begegnungen mit anderen Hunden, später Autofahrten. Insgesamt begleiteten sie vier Ehrenamtliche über 400 Tage.
Vermittelt wird ein Hund wie Bella nicht über ein Formular. Drei Familien besuchten sie im Tierheim, zwei Kennenlernen fanden im Freilauf statt. Entschieden hat sich schließlich eine Familie mit großem Grundstück und Erfahrung mit ängstlichen Hunden.
Seit vier Wochen lebt Bella dort. Die Rückmeldungen sind gut: Sie schläft durch, frisst regelmäßig und begleitet ihre Familie inzwischen auf den täglichen Weg zum Briefkasten. Wir bleiben die ersten sechs Monate im engen Kontakt.
Fälle wie dieser sind nur möglich, weil Pflegestellen, Ehrenamtliche und Spenderinnen und Spender langfristig mittragen. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, finden Sie alle Wege dazu auf unserer Spendenseite.